Montag, 29. April 2013

Rückflug nach Deutschland


Damit ich Shanghai in guter Erinnerung behalte, hat Sabine mir dieses schöne Foto von ihrer blühenden Rosenhecke gemailt.



Und Ciao Yu hat mir diese drei  kleinen Kunstwerke, die seine Mutter gestrickt hat, zum Abschied geschenkt. Ist das nicht nett!!!


Man beachte den chinesischen Glücksknoten!!

Der  traditionelle chinesische Glücksknoten erfreut sich seit den Zeiten der Tang (618 bis 907) wachsender Beliebtheit. Der Knoten wird aus nur einem Stück Schnur handgeknüpft und symbolisiert Vollendung, Harmonie und ungebrochene Beständigkeit.

Samstag, 27. April 2013

Flourless Heaven

Heute ist der Himmel strahlend blau und es weht ein laues Lüftchen. So könnte es bleiben, auch wenn ich morgen wieder nach Deutschland fliege.
Heute sind Sabine, Nike, Merel - Nikes Freundin -  und ich nur in die Stadt gefahren um für Nike ein Kleid für die Graduation Party, zum Abschluss der Middle School zu kaufen. Das ging Gott sei Dank sehr schnell und Sabine hat uns mit einem Besuch im "Ginger" belohnt, einem kleinen, sehr hübschen Restaurant in der ehemaligen French Concession, wo man auf der Dachterrasse mit Blick ins Grüne den berühmten ausgezeichneten "Flourless Ginger Cake" essen kann.





In dem kleinen Park gleich hinter dem "Ginger", ist, wie in allen Parks Shanghais, ein Spielplatz "work out", hauptsächlich für die Älteren. Das ist hier völlig normal und die Geräte sind ständig belegt.

Merel und Nike probieren haben einige Geräte ausprobiert. 

Freitag, 26. April 2013

The Former Jewish Ghetto and Tilanqiao's Lively Street Market



So kommt man zum ehemaligen jüdischen Ghetto: Shuttlebus zum Flughafen, Metro Linie 10 bis Ha Lun Road, umsteigen in die Circle Line 4, (übrigens kein Problem die richtige Fahrtrichtung zu finden, denn auf dem Display vor den Einstiegen  werden sowohl die vorige als auch die nächste Station mit angezeigt), zwei Stationen bis  zur Dalan Road und schon kann der Rundgang beginnen. 
Die Fahrt mit der Metro dauert ungefähr eine Stunde und es sieht so aus, also ob man in der Linie 10 auch immer noch einen Sitzplatz ergattern kann.
Dank des Stadtführers „Shanghai Walks“, den wir  im „Old China Hand Reading Room“ gekauft hatten und in dem dieser Rundgang  hervorragend beschrieben ist, wurde es ein erlebnisreicher Tag. Natürlich war nichts mehr so, wie ich es in den Büchern über diese Zeit gelesen habe, ich denke im Augenblick besonders an das Buch von Vivian Kaplan: „Von Wien nach Shanghai“, aber es war sehr interessant.


Bild auf dem Umschlag des Buches "Von Wien nach Shanghai"

In der Beschreibung  des Rundgangs heißt es:
This walk in the former International Settlement is a good juxtaposition of past and present, and definitely off the beaten track. The first part of the walk traces the past lives and environments of the thousand of Jewish refugees that were cordoned into what became known as the Jewish Ghetto during the Second World War.
The latter part of the walk plunges the reader into the middle of a colorful and bustling street market that stretches for blocks, a form of community life that is slowly disappearing from the metropolitan area.

Das will  ich hier nun mit einigen Bildern und kurzen Texten veranschaulichen.


Am Ausgang 3 der Metrolinie 4 zur Changyang Road, wo der Rundgang beginnt,  erwartete mich ein überraschender Ausblick auf Pudong. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber hier macht der Huangpo  ja einen großen Bogen, so dass man auf Pudong blickt.

 Auf meinem Weg zur alten Synagoge  kam ich an der Rückseite eines alten lilong Komplexes vorbei, which has over the last years been beautified, at least on the outside. Das ist immer wieder interessant, weil mir so langsam klar wird, wie unterschiedlich die alten Wohngebiete waren und noch immer sind. 


Auf der rechten Seite erschien kurz darauf der große Komplex des „Shanghai Tilanqiao Jail", den man nicht fotografieren darf. Dieses Gefängnis existiert schon seit 1941 und spielt in der Geschichte der Besatzung Chinas und Shanghais  eine leidvolle Rolle.

Throughout the first forty or so years of its life it was the largest prison in the world and earned a reputation as the "Alcatraz of the Orient" (wikipedia.org)

Hier ein Foto aus dem Internet
Gegenüber dem Gefängnis liegt das  frühere „Ward Road Heim“, in dem  ab 1939 viele  jüdischen Flüchtlingen untergebracht waren.
The cluster of concrete estate blocks is undergoing basic renovation with fresh slabs of paint and plaster. But one can imagine the cramped and challenging conditions for the growing number of Jewish refugees, flooding into Shanghai in the late 1930s.



 Am Durchgang zum Innenhof  findet sich folgendes Schild:



Der Blick auf die Rückseite, die man sieht, wenn man den Innenhof betritt,  war  sehr malerisch. Die Wäsche flatterte vor allen Fenstern und wenn man das Foto auf die Seite legt, hat man das Gefühl, als wäre man in einem Seglerhafen und alle Segel flattern im Wind.


Nachdem ich die Zhoushan Road überquert hatte, stand ich bald vor dem  „Shanghai Jewish Refugees Museum“, dem eigentlichen Grund  meines heutigen Ausflugs. In der früheren Synagoge, die jetzt einen großen Teil des Museums beherbergt, wird den Besuchern die Geschichte des Holocaust nahegebracht. Hier kann man auch Nachforschungen über Menschen anstellen, die damals nach Shanghai geflüchtet sind.

 Im zweiten Teil, untergebracht in zwei sehr modernen, wenn auch kleinen Ausstellungshallen im Innenhof, wird dann die Geschichte der Juden in Shanghai behandelt. Da war sehr interessant. Es gab viele Berichte von Zeitzeugen, Filme, Diarahmen und Bücher, die über die Zeit in Shanghai geschrieben worden sind.



Donnerstag, 25. April 2013

Titus Geburtstag im Jahre des Büffels und Nikes Rückkehr aus Gilin


Titus ist jetzt 16 Jahre alt. Wir gratulieren!
Das Jahr des Büffels 1913, 1925, 1937, 1949, 1961, 1973, 1985, 1997, 2009, 2021

Menschen, die im Jahr des Büffels geboren sind, sind fleißig und geduldig und schweigen lieber als dass sie ein Wort zu viel verlieren. Sie sind konsequent in ihren Handlungen und man kann sich als Freund auf sie verlassen.
(http://www.chinaseite.de/china-kultur/chinesische-astrologie/chinesisches-horoskop/jahr-bueffel.html)




Nun, für ihn war es wohl (so dachte ich) ein ganz normaler Schultag, der natürlich mit dem üblichen Geburtstagszeremoniell begonnen hatte: Mit dem Geburtstagslied geweckt werden, Geschenke auspacken und gemeinsamem Geburtstagsfrühstück. Er war ein bisschen traurig, dass sein Schwesterchen nicht dabei war.

Am Nachmittag kam dann Nike von ihrer Klassenfahrt zurück. Sie war restlos begeistert. Auf unsere Frage, wie ihr Gilin gefallen habe, sagte sie: „Gilin ist wie die Ha Long Bay, nur ohne Wasser!“ ein interessanter Vergleich. Und dann, jetzt konnte sie endlich wieder auf facebook posten, gratulierte sie dort ihrem Bruder:



Well this is the only slightly okay looking picture of us together that isn't too embarrassing... Anyways, HAPPY BIRTHDAY! Its weird that you're like 16 now which means that if we were still in Michigan you would be driving and if we were in Germany you would be drinking... And now we are in Shanghai and you're playing Assassins Creed as I write this...OKAY I LOVE YOU HAPPY BIRTHDAY BROTHER!  p.s. we are on a camel in this picture. — with Titus Hartmann.

Titus kam sehr zufrieden aus der Schule zurück. Er meinte, so nett  wäre er noch nie von seinen Freunden gefeiert worden. Er strahlte. Tja, die facebook-family ist eben informiert.
Eigentlich wollten wir abends in einem sehr netten Straßencafé zusammen essen gehen, aber gegen fünf Uhr wurde der Himmel schwefelgelb, es begann zu stürmen und Sabine, die gerade aus dem Comunitycenter von einem ihrer Kurse zurück kam meinte, es wäre feiner Sand in der Luft. War es ein Sandsturm aus der Mongolei????
Und so blieben wir zu Hause und Nike erzählte mit strahlenden Augen von ihrer Klassenfahrt.
Hier einige Bilder:
The last Supper




Mittwoch, 24. April 2013

This is the day to pray for money, money, money (Shanghai Daily)


Heute ist der Geburtstag des God of Wealth!  


Also sind wir in den Stadtgotttempel gefahren, um  zu huldigen  und ihn zu bitten, auch unser Haus zu betreten und ein bisschen zu bleiben.
Im Stadtgotttempel war die Hölle los. 



Von nah und fern waren Reisegruppen gekommen, um zu opfern und dem God of Wealth ihre Referenzen zu erweisen, Speisen und Geld zu spenden und Opferbänder aufzuhängen.  Es war ein bewegendes Treiben. Mönche schlugen die Trommeln, Gläubige murmelten andächtig ihre Gebete und streichelten ehrfürchtig die Götter, die an diesen Stellen ihren Glanz verloren hatten und überall wabberte der Rauch der Weihrauchstäbchen.




Der kleine Löwe von der Schranke unten

Dachreiter auf dem City God Tempel



Anschließend sind wir durch die engen Straßen zum Bund gebummelt. Am Bund wurden pünktlich zum 1. Mai  Blumenstatuen aufbauten. Wir haben uns gefragt, wie die wohl bewässert würden. Gott sei Dank kam  der Wasserwagen und auch diese Frage war beantwortet.



2013 - Das Jahr der Schnecke
An der Gutzlaff-Wetterstation vorbei,


 einem Wahrzeichen am Bund, kamen wir zur Shanghai Galery of Art  im „Three on the Bund“, einer der wichtigsten Galerien für zeitgenössische Kunst in Shanghai. Es wurde die sehr interessante Ausstellung gezeigt: „Some like it Hot“, eine Ausstellung mit Arbeiten von  acht asiatischen Künstlerinnen.



 Hier zwei Arbeiten:

Obwohl uns diese Arbeit besonders gut gefallen , habe ich bis jetzt noch nicht herausgefunden, welche Künstlerin sie gemacht hat.
Syagini Ratna Wulan’s piece “Catharsis” (2013)

"The exhibition is heard before it’s seen thanks to Indonesian artist Syagini Ratna Wulan’s piece “Catharsis” (2013), which invites visitors to throw plates at a wall, sending loud clangs reverberating around the gallery. Wulan has drawn a mind map with co-ordinates named ‘self’, ‘reasoning’, ‘sex’, ‘relationship’, ‘religion’, ‘career’, and so on, and instructions to smash the plate in the area that corresponds to the thrower’s trouble. The work doesn’t say whether the porcelain voodoo still works when a plate bounces off the wall in tact (as often happens), or embeds itself in the plaster (rarer, and thrilling)."
Wandtext zu Syagini Ratna Wulan’s piece “Catharsis” (2013)

Am Eingang der Galerie  wurde ich stutzig, als ich dort einen Katalog liegen sah, der mir bekannt vorkam. Tatsächlich, der Katalog "Red Humour International" war von Wu Shanzhuan, den wir in Cuxhaven ausgestellt  haben.



 Das war eine schöne Überraschung. Ich habe lange nichts mehr von ihm gehört.

Zum Lunch hat Sabine mich ins „M on the Bund“  ausgeführt.




Auf der Dachterrasse, mit herrlichem Blick über den Bund und Pudong, allerdings dieses Mal bei schlechter Sicht, haben wir zum Abschluss genüsslich gespeist und anschließend im „Victor“, dem Café im Peace-Hotel, unseren Cappuccino getrunken.

Dienstag, 23. April 2013

Katjas Geburtstag, ein ganz normaler Arbeitstag in Shanghai


Eigentlich wollte ich heute  in das ehemalige Jüdische Ghetto fahren, aber es regnete und war kalt. Also habe ich es vorgezogen, die noch anstehenden Näharbeiten zu erledigen und am Nachmittag, das Wetter wurde besser, ein bisschen im Garten zu arbeiten.
Der Hausbesitzer hat vor einigen Tagen dem Gärtner gekündigt und der hat verständlicher Weise seine Schläuche mitgenommen. Also haben Sabine und ich gestern einen Schlauch plus Schlauchwagen, natürlich von Gardena, gekauft. Den habe ich eben mit Vergnügen montiert, was wirklich ein Kinderspiel war.
Heute morgen waren gleich die neuen Gärtner da und haben „endlich“ die Hecke geschnitten, die Ayi hat in der Küche gearbeitet, Sabine hat im Community Center einen ihre Englischkurse gegeben, Titus war in der Schule und Alex, wie immer, im Büro. Ein ganz normaler Tag also.

"Unsere" Ayi in der Küche


Sonntag, 21. April 2013

Niels, Bund, Sightseeing Tunnel und Roosevelt House


Für heute hatte sich Niels, Alex Schulfreund aus Hamburg, angekündigt, der zur Autoshow nach Shanghai gekommen war. Beim gemeinsamen Frühstück hat er uns  von seinen Filmprojekten für VW erzählt, die er mit seinem Team für die Automesse hier in Shanghai produziert und installiert hat. Das war sehr interessant. Da er  noch nichts von Puxi gesehen hatte, sind wir anschließend  zum Bund gefahren. Das Wetter  war wieder herrlich und die Sicht großartig. 


Das Peacehotel am Bund, sehenswert!


Alex und sein Freund Niels

 Heute habe ich zum ersten Mal das erlebt, von dem immer alle Leute sagen, so wäre es immer:  Die Nanjing Road und die  Uferpromenade waren schwarz von Menschen. Aber es war trotzdem sehr schön und wir haben den Bummel und die herrliche Aussicht auf Pudong  und manches andere genossen.
Blumenmauer an der Promenade am Bund
Blick auf Pudong
Man sollte seine Schuhe regelmäßig lüften!
Überall saßen Kinder und malten die Aussicht auf Pudong.


Als Fußgänger erreicht man Pudong nur mit der  Tunnelbahn.
The sightseeing tunnel is the first tunnel in China with double functions as sightseeing and transportation as well. While riding in unmanned trailed cars made in France  visitors are presented a high tech show consisting sound, lights, cartoons and videos as if going through the earth and enjoying an amazing experience.
Die Tunnelbahn ist im Jahr 2000 gebaut worden und war damals sicher  eine kleine Sensation. Auch für Sabine und Alex war es das erste Mal. Man muss es mal gemacht haben. Die Bilder sprechen für sich.

Sightseeing Tunnel

Und dann waren wir in Pudong.


Sabine und Niels auf der Promenade in Pudong
Auf diesem Foto auf der Promenade von Pudong gefalle ich mir!!!!!

Sehr schön war der Abschluss des Tages bei  einem Cocktail  auf der Dachterrasse des  Roosevelt Houses am Bund.

Well - it's the best kept secret in Shanghai. The Sky Bar - on the 9th floor of The House of Roosevelt on The Bund - serves the best afternoon tea and snacks around.

 Bei so einem Erlebnis fühlt man sich schon sehr privilegiert.

Blick von der Sky Bar auf Puxi
Blick auf den Huangpu
Cocktails in der Sky Bar bei herrlichem Wetter
 Ach ja, und für Niels und seinen kleinen Sohn Anton habe ich dieses Foto gemacht:
Windelfrei - die typische Kleinkinderkleidung!!!!