Montag, 31. März 2014

Soong Ching Ling Memorial Residenz und K11

Es war Sabines Idee, heute zur Soong Ching Ling Memorial Residence zu fahren. Doch wer war diese Frau? Ich meinte mich zu erinnern, etwas über sie in dem Buch „Schatten über Shanghai“ gelesen zu haben
Es wurde ein sehr interessanter Vormittag, in dem ich viel über das Leben von Soong Ching Ling erfahren und über die Geschichte Chinas gelernt habe. Sie war wirklich eine ungewöhnliche Frau. 
Im Internet fand ich dann diesen Text:
“Soong Ching Ling was the former vice chairman of the People's Republic of China. She devoted her whole life to defending the republic system and the birth of a new China. Held in high respect to her spirit and great devotion, Chinese people regard her as their national mother and a treasure of China.”

Sie war eine der drei berühmten Soong – Schwestern. „Die eine liebte das Geld ( Soong Ai-Ling), die andere die Macht (Soong May-ling, die Frau Chiang Kai-sheks) und die dritte liebte China (Soong Ching-Ling). Sie war die Frau von Dr. Sun Yat-sen,  dem Gründer der Republik China. Nach seinem Tod 1925 setzte sie sich weiterhin unermüdlich für die Entwicklung Chinas ein. Interessant, dass in ihrer Residenz nie auf Mao hingewiesen wird. Hier nun einige Bilder aus der Residenz:
Soong  Ching Ling Statue vor ihrer Residenz



Gedicht von Soong Ching Ling "One Billion Pairs of Hands"

Panorama Ansicht von ihrem Garten


Anschließend zeigte mir Sabine die neueste Mall Shanghais, das K 11.  So etwas hatte ich noch nie gesehen, solche Eleganz, so ein Konzept.


Sabine wusste, dass das K11 für seine art spaces „IN ART WE LIVE“ wirbt. Das wollten wir uns ansehen. Im Basement, der ART SPACE, zeigen sie im Augenblick „Claude Monet“, übernommen aus dem Marmotte Museum in Paris.  Wir waren ein bisschen enttäuscht, denn wie eigentlich zu erwarten, zeigten sie nicht die Highlights. Kein Museum würde einer Mall seien besten Werke ausleihen.
Aber da auf jeder Ebene jeweils mindestens 2 Künstler aktuelle Arbeiten zeigen, gibt es viel zu sehen. Das ist toll. Hier eine kleine Führung. 

Huang Kui, Boundless World ( Lightbox Photography)



New Andy Warhol Research



Lichtenstein -Happiness


Lee Jelim, Cheer-Ajumma




Es war ein gelungener Tag. Zu Hause habe ich mich dann sofort an die Arbeit gemacht und bald saßen nicht nur „Josh“, die kleine Katze,  sondern auch Nike und Titus mit mir am Familientisch.




Samstag, 29. März 2014

Kusama Yayoi, A Dream I Dreamed


Es regnete in Strömen. Wir wollten uns die Ausstellung "A Dream I Dreamed"  der japanischen Künstlerin Kusama Yayoi, im MOCA, dem Museum für Contemporary Art am People‘s Square, anzusehen.


Dort angekommen, mussten wir uns in einer Schlange anstellen, die sich durch den ganzen Park wand. Nicht so schön bei dem strömenden Regen. Aber es war der letzte Tag der Ausstellung. Uns blieb nichts anderes übrig. Total durchnässt erreichten wir den Eingang und es war natürlich proppenvoll.
Ich hatte noch nie etwas von Kusama Yayoi gehört; aber im Katalog wird sie als eine der bekanntesten Künstlerinnen der Welt vorgestellt und auf ihren interessanten Internetseiten heißt es:  „Kusama Yayoi started to paint using polka dots and nets as motifs at around age ten and created fantastic paintings in watercolors, pastels and oils“. OK, die Ausstellung war wirklich schön und wenn man bedenkt, dass die Künstlerin heute 85 Jahre alt ist, so ist verständlich, dass man bei fast allen Arbeiten Parallelen zu anderen Künstlern finden kann. Besonders gefallen hat mir diese Arbeit. Ich werde Siegfried Lortz ein Bild davon schicken. Er wird sich wiederfinden.

"With All My Love for the Tulips, I Pray Forever"


Ja, und hier sind Fotos der Arbeiten, die mir am besten gefallen haben.

"Infinity Mirrored Room"

Pumpkin

"The Moment of Regeneration"

"Repetitive-Vision,Phallus Boat" eine wirklich beeindruckende Installation

"Narcissus Garden" auf der Dachterrasse

Und da die Dachterrasse für die Ausstellung gebraucht wurde und es in Strömem goß, tranken wir Tee im Restaurant.
Das ist die Künstlerin.
Die Familie behaupte, ich sähe genau so aus - vielleicht nicht ganz so alt. Nett!!!!

Freitag, 28. März 2014

Titus zurück aus Sri Lanka

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von Titus Rückkehr. Ich benutze diesen post nur, um wenigstens zwei Fotos von seiner Zeit in Sri Lanka einzustellen. Und wenn man diese Fotos sieht, kann gut verstehen, dass er in seinem Skype Account schreibt ""Post Habitat Depression".



Wer mehr Bilder sehen will, kann Sabines blog aufrufen:  http://movingontowhere.blogspot.com

Donnerstag, 27. März 2014

China Town und Airport Express

Schnell ist die Zeit in Hongkong vergangen. Es waren sehr interessante Tage und ich habe viel gesehen und dazu gelernt.

Da wir erst gegen Mittag mit dem Airport Express zum Flughafen fahren mussten, blieb morgens noch Zeit zu einem Besuch des Ma Mo Tempels, gleich oberhalb des Hotels.


„Er ist einer der bedeutendsten Tempel der Stadt, in dem der Gott der Literatur (Man Cheong) und der Gott des Krieges (Mo) verehrt werden“ so der Reiseführer. Besonders interessant fand ich die gewaltigen Weihrauchspiralen, die von der Decke hingen und die ich sonst noch nie gesehen hatte. „Durch die Weihrauchopfer sollen die Götter angelockt und gütig gestimmt werden, damit sie die Wünsche der Opfernden erfüllen.“



Mittwoch, 26. März 2014

Kowloon

An diesem Tag wollten wir die Halbinsel Kowloon kennenlernen, dort shoppen gehen und uns das Hongkong Museum of History ansehen. Die Überfahrt mit der Fähre dauerte nur wenige Minuten, aber es war schön, vom Wasser aus sowohl Hongkong Island als auch Kowloon zu sehen.



Überspringen wir die sehr erfolgreiche Shopping Tour und reden ein bisschen über das Hongkong Museum of History, das wirklich sehr beeindruckend war. Schon vor dem Eingang wurden wir von einem Dinosaurier mit freudigem Augenzwinkern begrüßt.


Nach einem Gang durch die Geologische Entwicklung Hongkongs kam man in den Bereich, wo sehr anschaulich das steinzeitlich Leben dargestellt war.



Besonders gut  haben mir die Abteilungen gefallen, in den die Bedeutung der Opiumkriege und der japanischen Besatzung Hongkongs erklärt wurden. Und endlich habe ich auch eine Sänfte gesehen, wie sie im Buch „Snowflower and the Secret Fan“  beschrieben wird.



Dienstag, 25. März 2014

Ein Tag auf Macao

Macau lag für mich bis jetzt wie Kowloon zu Hongkong-Island und war immer mit Luz, unserer portugiesischer Freundin, verbunden. Sie schwärmte von ihren Jugendjahren in Macao.  Dementsprechend überrascht war ich, als ich mir die Karte ansah. Zwischen Hongkong und Macao liegt das Pearl-River Delta und der Turbo Jet braucht immerhin eine Stunde.


Rechts unten Hongkong, links unten Macao

Was gibt es über Macao zu berichten? Wir ließen uns mit dem Taxi ins historische Zentrum von Macao fahren. Ja, es gab einige schöne historische Gebäude und  vor allem das Pflaster erinnerte an alte Zeiten.


Aber im Grunde genommen ist es eine mit Mainland Touristengruppen überfüllte chinesische Stadt.  Wir bummelten zu den Ruins of St. Paul’s. Die sehr schöne Fassade ist aufwendig restauriert worden und dahinter kann man an Hand der Ausgrabungen die alte Kirche wieder auferstehen lassen. 



Wir stiegen dann zur sehr gut restaurierten alten Festung hinauf, von wo aus wir einen guten Blick über die Halbinsel hatte und uns vorstellen konnten, was Macao vielleicht einmal gewesen ist. 


Auf dem Weg dorthin sah ich zum ersten Mal die alten Männer, die ihre Vogelkäfige in die Bäume hängen. Das war ein sehr friedliches Bild. 


Dominiert wurde alles von den riesigen Casinos auf der vorgelagerten Insel Taipa, die man über riesige Brücken erreicht. Dorthin fuhren wir am frühen Nachmittag, denn Sabine wollte uns auf jeden Fall das "Venezia" zeigen.


DISCOVER THE EXCITEMENT OF THE VENETIAN® MACAO“  heißt es im Internet. “Nowhere else in
Asia will you find the finest in luxury suites, world-class 

shopping, sensational entertainment and irresistible dining - all under one roof.” 
Es entpuppte sich als ein riesiges Hotel mit Spielcasino, ein Fake von Venedig. Man fühlte sich wie im Film. Über sich einen blauen, natürlich künstlichen Himmel, elegante Geschäfte an venezianischen Kanälen, selbst die singenden Gondoliere fehlten nicht. Es war schon überraschend. Aber am besten guckt man sich die Bilder dazu an.





Müde zurück in Hongkong, ließen wir uns von der Stimmung in SoHo begeistern, seinen Läden, seinem internationalen Publikum und seinen schönen Restaurants. „People Watching“ macht Spaß.