Dienstag, 29. April 2014

Nachtrag

Die Gates für die Flüge nach Hochiminh City und Phuket waren so früh geschlossen worden wie ich es noch nie erlebt hatte und wohl auch einige andere Passagiere nicht, die ihre Flüge deshalb verpassten. Auch unser Flug wurde statt um 23:10  um 22:50 aufgerufen und wir mussten mit einem Shuttlebus aufs Flugfeld hinausfahren. Wie seltsam. Dort angekommen durften wir nur eine der beiden Passagiertreppen benutzen, auf der Anderen lag ein roter Teppich. Es standen eine Menge „Officials“ herum. Und dann, kurz vor dem Abflug der Maschine, rollte mit Blaulicht ein Konvoi dunkler Limousinen heran, eine davon mit Standarte. Ich konnte nur einen Offizier in Uniform erkennen. In Windeseile verschwanden ca. 20 dunkel gekleidete Menschen in unserem Flugzeug. Was war hier los??? 
Als ich es heute Sabine erzählte meint sie ganz trocken: Es könnte das dänische Königspaar gewesen sein, sie waren in Shanghai zu einem Staatsbesuch. Sollten sie wirklich mit einer Passagiermaschine von China Eastern geflogen sein? Es kommt mir unwahrscheinlich vor.
Und während ich die zwölf Stunden Flug überstehen musste, tranken Alex und Sabine in Shanghai "meinen" letzten Rest Gin und Titus spiele mit viel Vergnügen auf seiner Ukulele.






Auf jeden Fall waren wir eine Stunde früher als vorgesehen in Frankfurt und ich war schon um 8:00 Uhr zu Hause. Auch schön!

Montag, 28. April 2014

Abschied von Shanghai

Jetzt sitze ich schon am Flughafen in Pudong, es ist 22:00 Uhr und gerade wird mein Gate  für die Flüge nach Hochiminh City und Phuket geschlossen. Ich habe noch über eine Stunde Zeit bis mein Flug an der Reihe ist, Zeit meinen letzten Eintrag zu machen.
Schade, dass die schöne Zeit in Shanghai zu Ende ist, aber wir haben uns damit getröstet, dass wir uns ja schon in sechs Wochen alle in Amsterdam wieder treffen.

Damit Sabine der Abschied nicht ganz so schwer fällt, musste ich heute Morgen, den netten Thirry vom Property-Management imitierend, bei dem Sabine ihre Überweisungen zu machen pflegt, gestehen: „Nähmaschine retired, won’t awake again“. Ich hatte vergessen, den Transformator dazwischenzuschalten. Dumm gelaufen.
Herzlichen Abschied habe ich bei „Curves“ von Julia und Lily  genommen. Es war ein Vergnügen, jeden Morgen bei ihnen zu trainieren. Allerdings habe ich es abgelehnt,  das Gericht „Spicy Bullfrog“ zu probieren, das irgendjemand für den allmonatlichen Essenswettbewerb gekocht hatte. Das war mir heute zu riskant.



Ich glaube, zum Abschied sind einige nette Frühlingsbilder vom Compound genau das Richtige.


"Unsere" Terrasse


An der Brücke zum Club Haus

Samstag, 26. April 2014

Regentag und "Bonga"

Es gießt schon den ganzen Tag wie aus Kübeln. Überhaupt ist das Wetter dieses Mal wirklich schlecht, aber alle behaupten, es wäre das typische Aprilwetter in Shanghai. War voriges Jahr eine Ausnahme? Muss ich mich für die kommenden Jahre umorientieren?

Nike und Titus sind heute Morgen völlig durchnässt nach Hause gekommen. Ob „Relay for Life“  trotzdem ein Erfolg war, war bis jetzt noch nicht zu erfahren. Sie  haben bis zum Abend geschlafen.
Auf jeden Fall wurde Titus Geburtstag gefeiert, denn dieses Foto hat Sabine gerade heruntergeladen.




Sabine hatte mir zum Abschluss ein Essen im koreanischsten Restaurant der Stadt  „bonga“ versprochen.


Dorthin sind wir heute Abend dann doch noch alle zusammen gefahren. Das Essen war so köstlich, dass ich nur wenige Fotos gemacht habe, um die Zubereitung zu dokumentieren. Hier sind sie.

Zuerst wurde eine riesige Salatplatte gebracht.

Der Rettich war einfach zu schön, um ihn nicht zu fotografieren.


In die Tischplatte wurde ein Holzkohlengrill eingefügt und darauf wurden die verschiedensten Fleisch - Fischstückchen gegrillt. Dazu gab es tausend Soßen und sonstige Beilagen. Aus allen Zutaten macht man sich Wraps mit den Salatblättern.

Es hat köstlich geschmeckt!

Wendy, was ist das ????


Und als wir wieder zu Hause waren, kam Titus freudestrahlend aus seinem Zimmer und zeigte uns diese E-Mail, die gerade eingetroffen war:


Dear Link Leader Applicant,
Congratulations!  You have been selected to be a Link Crew Leader for the 2014-2015 school year.

As you know from the application process this is a program that is going to make a difference in students’ lives as well as at our school.  Your contributions are an integral part to the success of the program and we are excited about creating a great Link Crew Team.
To that end, please make sure that you have the mandatory dates on your calendar.  These are just the first few events; remember, being a Link Crew Leader is a yearlong commitment!  We’re excited to have you!

The PxHS Link Crew Coordinators

Mr. Branch, Dr. Heckmann, Ms. Kim, Ms. LeCoq, and Ms. McKenna

Freitag, 25. April 2014

Endlich 17! Titus strahlt!

Und dazu hat er auch allen Grund. Er hat tolle Geschenke bekommen.
Schon in Hongkong hat Nike für ihn eine Ukulele gekauft. Bis zu seiner Interrail-Tour mit Graham im nächsten Jahr muss er noch tüchtig üben damit sie gemeinsam alle Herzen erobern können.
Sabines Kommentar: Geht doch gar nicht. Sie wohnen doch beide nicht in Europa. Wenn, dann geht nur eurail.
Wir werden sehen.



 Seine Eltern haben ihm ein Makro-Objektiv für die Kamera geschenkt, das er „dringend“ braucht um seine Käferchen (Maulwurfsgrillen, die den Rasen in der Schule zerstören) zu beobachten.


Außerdem gab es das obligatorische Buch,  "Grasshopper Jungle" von Andrew Smith
Und nun kann ich auch das sorgsam gehütete Geheimnis lüften. Kann man es hören? Schade!! 
Ich habe ihm am Sonntag auf dem Tiermarkt in der Altstadt eine Grille in einem sehr hübschen kleinen Käfig gekauft. Eigentlich hatte er sich ein Insekten-Set gewünscht, aber es war hier nirgends aufzutreiben und da kam uns der Gedanke mit der Grille.


 Es ist faszinierend ihr beim Fressen zuzugucken und was das Verrückteste ist, als Alex, Wendy, Sabine und ich am Sonntagabend im "Lost Heaven" zu Abend gegessen haben, fing  die Grille unverhofft laut an zu zirpen. Die anderen Gäste haben ganz erstaunt geguckt.


Grille im Lost Heaven

Titus ist begeistert von seinen Geschenken und das erste Foto mit seinem Makro-Objektiv wurde natürlich von der Grille gemacht. Ist es nicht faszinierend?




Gefeiert wird heute nicht. Am Nachmittag findet die bereits ausverkaufte zweite Aufführung von „Passion“ statt, und dann rennen beide Kinder mit ihren Teams eine ganze Nacht lang für „Relay for Life“ um den Sportplatz der Schule.

Donnerstag, 24. April 2014

China Art Museum

Die Zeit vergeht schnell und das China Art Museum wollte ich auf jeden Fall noch besuchen. Es ist schon ein beeindruckendes Gebäude, aber als Museum etwas gewöhnungsbedürftig.



 Ist man oben auf der Plattform, zu der man erst einmal hinaufsteigt, am Eingang oder ist es für alle klar, dass man mit der Rolltreppe wieder nach unten fahren muss? 
Was ist der 60m Floor, der 49m / 41m / 33m / 0m / 5m Floor? Hinweise gibt es nicht. Wie soll ich mich informieren, wenn keiner englisch versteht und ich keinen Informationsstand finde?
OK, man kommt schon irgendwie zurecht und es hat mir gut gefallen. Irgendwann wird klar, dass man irgendwie in die Obergeschosse des Gebäudes kommen muss und dass dort sicher auch noch was zu sehen ist. 
Großes Geschrei am Aufzug, ein Treppenhaus habe ich nicht gefunden. Mit riesigen Mengen kleiner Chinesen in den üblichen Trainingsanzug - Schuluniformen ging es nach oben. 8. Stock = 41m Floor. 



Der Lehrer mit Fahne immer voran!
Aha, die Stockwerke sind nach ihrer Lage im Gebäude benannt, aber was entspricht dem 6. oder 12. Stockwerk, denn der Aufzug benutzt die üblichen Bezeichnungen? Man weiß es irgendwann, aber dann ist schon viel Zeit vergangen.
Also habe ich nur einen Bruchteil gesehen aber doch viel Interessantes, z.B. diese Bilder zur Geschichte Chinas.

Diese Bilder fand ich besonders interessant:



Daybreak of Fudeli: Site of 2nd National Congress of the CPC
Hong Jian 2011
There are many historical traces of the early revolutionary activities of the CPC in Shanghai. "Daybreak of Fudeli" uses quiet colours to depict the building full of local, historical and cultural features of Shanghai's hundred's years' history.


Shanghai Ark for the Jews
Yin Xiong 2012 (160 x 320)

During the World War II, about 30 thousand European Jews fled to Shanghai from terrifying persecution of the German Fascist, when they were rejected by many countries, even New York. Shanghai opened the gate to the desperate people to become their harbor, their Ark in difficult times.


The Opening of the Shanghai Port, 1843
This oil painting shows the subject of the opening of Shanghai as a commercial port. In the background of Shanghai, numerous foreign commercial ships of various sizes berth on the river and on the bank are foreigners who give instructions to the Qing officials and shabby workers, who carry heavy goods on their backs with painful expressions.
Mainly depicting figures, the artist precisely captures the different emotions of them, which makes a sharp contrast and reflects the impotence of the central government and the suffering of the common people in the late Qing Dynasty.

Vielleicht hätte ich die Größe dazu angeben sollen, aber jetzt ist es zu spät.

Zwei besonders schöne Holzschnitte

Holzschnitte spielten in der Geschichte Chinas seit dem "May 4th Movement" 1919 eine wichtige, politische  Rolle.


Wunderschön finde ich die Bilder von Wu Guanzhong.

"Wu Guanzhong (吳冠中, 1919–2010) is one of the best known contemporary painters of Chinese origin. Wu has painted various aspects of China including much of its architecture, plants, animals, people, as well as many of its landscapes and waterscapes in a style reminiscent of the impressionist painters of the early 1900s. He has published collections of essays and dozens of painting albums. His paintings were exhibited at the British Museum in 1992, which was the first for a living Chinese artist." (Chinaonlinemuseum)


Wu Guanzhong: Lotus Pond
Wu Guanzhong: Hometown



Wu Guanzhong: Hometown

Im Untergeschoss / Erdgeschoss wurde die Wanderausstellung "Venerable Master Hsing Yun's One-Stroke Calligraphy" gezeigt.



Diese Ausstellung habe ich mir ganz zu Anfang mit großem Interesse angesehen.  Sie  war  museumspädagogisch sehr gut aufbereitet,  es gab Ansprechpartner, Flyer und man konnte sogar selber aktiv werden. Hier der Druck, den ich von einem Druckstock selber machen durfte. Diese Aktion fand natürlich großen Anklang bei den Besuchern.



Und zum Schluss: Blick aus 41mFloor  auf die Mercedes Benz Arena, den Huangpu und die Skyline der Innenstadt.





Am Nachmittag fand dann die erste Aufführung von "Passion - Memories and New Beginnings" im Puxi Performing Art Center der Schule statt, 

Mural in der Eingangshalle, wie ein chinesischer Scherenschnitt, von einer Schülerin entworfen und ausgeführt.
präsentiert vom SAS PUXI DANCE TEAM, zu dem auch Nike gehört. Sabine und ich waren ganz begeistert von den tollen Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Morgen gehen wir noch einmal alle zusammen hin.


Findet Nike!!!!

Mittwoch, 23. April 2014

Katjas Geburtstag



Heute hat Katja Geburtstag, weit weg in Amsterdam. Kein „Schau hierhin, schau dahin“, nur  ein paar wehmütige Gedanken an die „kleine“ Tochter und die Hoffnung, dass sie ihren Geburtstag dort mit ihren Kollegen feiern kann. Gestern Abend habe ich sie gegoogelt und dieses nette Bild von ihr gefunden. 


Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Katja!!!

Sonntag, 20. April 2014

Osteraktivitäten

Ich weiß nicht genau, wie viele Besucher in diesen Tagen das Haus bevölkert haben, fünfzehn oder zwanzig oder mehr? Titus hatte am Freitag zum Habitat for Humanity – Nachtreffen eingeladen

Es war ein vergnügter Abend. Selbst die Counselorin Marsha war gekommen .
und „Wendy“, Alex Jugendfreund, flog  „mal eben“ aus Korea ein. Er lebt in Brüssel, besucht aber im Augenblick mit Frau und Kindern  seine Schwiegereltern in Seoul. Dieses Mal hatte es mit dem Visum geklappt. „Wendy“ – sein Spitzname aus Jugendtagen – hat viel über das Leben in Korea berichtete und das war sehr interessant. Für mich war Korea bis jetzt immer das kleine Land auf der anderen Seite der Welt, aber auf welch hohem Standard die Menschen dort leben, war mir nicht klar.



Über Ostern, aber das wird hier nicht gefeiert, wurde in Shanghai außerdem  das Chinese Grand Prix Rennen ausgetragen. Alex hatte zwei Karten geschenkt bekommen, also gingen Alex und Wendy hin. 





Unsere Ostergäste
Und während die Männer sich das Autorennen anguckten, suchten "die Kinder" wie jedes Jahr, mit Begeisterung Ostereier.



Zum Abendessen, es gab eine köstliche mit  „Niedrigtemperatur“ gebratene Rehkeule, brachten Alex und Wendy noch "unsere Ostergäste" zwei Geschäftsfreunde, mit 


und so waren wir zu acht und die Diskussion drehte sich fast ausschließlich um die Studienbedingungen der Kinder in den verschiedenen Ländern. Studiert man in den USA, in Großbritannien, vielleicht doch in Deutschland oder doch lieber in Abu Dhabi? Alles eine Frage der Noten und des Geldes. Und China? China stand nicht zur Diskussion. 

Das  Wetter war an diesem Wochenende wieder mal  miserabel und so fiel unser Cocktail am Samstagabend auf der Terrasse des „Roosevelt“ ins Wasser und von der traumhaften Sicht auf Pudong war nichts zu sehen.



Auch an der Bar im Roosevelt sind die Cocktails gut.



Aber unser Bummel durch die Stadt war sehr erfolgreich. Davon kann ich erst nach Titus Geburtstag berichten.