Mittwoch, 16. April 2014

Alex und Heidis Geburtstag


Geburtstag in Shanghai ist ein bisschen wie Kindheit. Morgens um sechs Uhr wird man mit dem Geburtstagslied „Schau hierhin, schau dahin“ geweckt, alle stehen mit Kerzen um das Bett herum, alle gratulieren und dann wird man ins Wohnzimmer geleitet, wo ein Geburtstagskuchen wartet und Geburtstagsgeschenke aufgebaut worden sind. Das ist wirklich sehr schön. Und auch wenn man immer behauptet, Geschenke wäre einem nicht wichtig, so ist es doch schön, wenn man welche bekommt.


Sabine hat mir im Pearlmarket einen sehr schönen Blazer arbeiten lassen und Titus hat mir einen dazu  passenden Schal geschenkt. Ich hatte keine Zeit, mich richtig anzuziehen.

Das gemeinsame Geburtstagsfrühstück hat Tradition.

Und während Alex an seinem Geburtstag in die Firma fahren musste, konnten Sabine und ich heute, da Sabine nicht arbeiten musste, in die Stadt fahren. Sabine und ich wollten endlich den Jing‘an Tempel besuchen. Wenn wir in die Stadt fahren, fahren wir immer an den goldenen Türmen vorbei aber in den letzten Jahren war der Tempel geschlossen oder wie in diesem Jahr zum Teil eingerüstet.



Gerade lese ich auf der Rückseite der Eintrittskarte, dass er während der Kulturrevolution als Plastikfabrik gedient hat, es ist kaum zu fassen, und man erst seit 1983 versucht, ihn wieder in seinen früheren Zustand zurück zu versetzen.

Inzwischen ist er doch immerhin wieder so weit wieder hergestellt, dass es ein Erlebnis ist, ihn zu besuchen. Besonders beeindruckt hat mich der überlebensgroße aus Kampferholz geschnitzte Buddha in der Haupthalle.

                                             

                     

Sehr schön ist auch der aus Silber getriebene Buddha in der zweiten Halle. 



Natürlich ist alles neu aber es ist doch eine großartige Leistung und zeugt auch von großer Opferbereitschaft der buddhistischen Gemeinschaft, die so viel Geld spendet.

Die Halle, in der aus Silber getrieben Buddha steht, ist ganz aus Teakholz gebaut und darin befinden sich diese schönen Schnitzereien.

Wir gehen davon aus, dass diese Elefanten demnächst die Dächer der jetzt noch  verhüllten Seitenflügel schmücken werden.

Um den Tempel herum brodelt der Verkehr und eine elegante Mall reiht sich an die andere. Und gleich gegenüber, man kann es kaum fassen, liegt der wunderschöne Jing’an Park, ein kleine Oase in der Brandung, fast so schön wie der Yu-Garden, aber jenseits der Touristenströme. 





Im 10 Corso Como Shanghai, einem Ableger Mailands, haben wir uns einen Cappuccino gegönnt um anschließend im XinTiandi Dim Sum zu essen.
Abends haben wir an beiden Tagen zu Hause gegessen, denn Alex konnte nicht vor acht zu Hause sein.
Es war ein sehr schöner Geburtstag.

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