Freitag, 11. April 2014

Altstadt

Heute habe ich eine Tour gemacht, die ich eigentlich schon vor zwei Jahren machen wollte. Ich bin durch die Altstadt von Shanghai gebummelt, die von der Zhonghua Road und der Renmin Road, wie von einem Gürtel eingeschnürt wird. Auf dem Stadtplan kann man erkennen, dass hier die 1912 abgerissenen Stadtmauer entlang führte. Im Reiseführer steht über die Altstadt folgendes:  „Der Spaziergang startet am Yu-Garten (siehe 2012), dem Kern der Altstadt,


Teehaus am Yu-Garten, nur zur Erinnerung
der zusammen mit dem umgebenden Basar Pflichtprogramm jeder Shanghai–Reise ist. Die Gegend um den Yu-Garten ist unverwechselbar chinesisch (fake) und mit seinem Straßenlabyrinth und bunten Geschäften ideal zum shoppen, sofern man die Heerscharen von Händlern ignoriert. Yu-Garten und Basar sind die bedeutendsten Attraktionen des klassischen Shanghai und täglich vollgepackt mit Touristen.“ (Iwanowsky)
So war es auch. Ich habe das Gebiet deshalb so schnell wie möglich verlassen. Nur das hier hat mich überrascht und begeistert.


"Layang Pian"


Text auf der Säule:
 

„Layang Pian“
Commonly named „Xiang jiang“ dates from Tongzhi year of Qing Dynasty. It is one oft the most interesting entertainment in old China. “Layang Pian” has been fashionable in Shanghai at the 20’ to 30’ last centuary.
The performer, talented in speaking, singing, teasing and imitating uses the Language which is not only humorous but easy to understand. This form of art has been lost for a long time, but “fortunately” its posterity carry on it with difficulty. One of the artists, Weitian Shi, preserves and hands down this national heritage with his own hand-working and long-term intensive study. He succeeded in creating a special art of “Xiang jiang”, combining ancient form with modern practice and feature. It’s really a good opportunity for you to watch at this unique show enjoying this Chinadistinguished and …… performance.
Dann habe ich mich auf den Weg gemacht und wenn ich ehrlich bin, nicht viel Neues gesehen. Die lauten Durchgangsstraßen mit ihren Hochhaussiedlungen bestimmen das Bild. Die Seitenstraßen der Altstadt, die wirklich noch eine alte Welt widerspiegeln, sind immer wieder interessant aber ich fühle mich dort doch  wie ein Voyeur und mag nicht einfach drauf los fotografieren, was mir sehenswert erscheint, vor allen Dingen die Menschen nicht.






Hier  ein altes Shikumen-Haus mitten in der Altstadt und auf dem nächsten Foto ein solches Eingangstor schon als Teil einer  Mauer um eine Baustelle.


Aber auch das ist Teil der Altstadt!!


Ein bisschen banal, aber der Höhepunkt, war mein Kauf von 4 köstlichen Lammspießchen bei einem Straßenverkäufer vor der Pfirsichgarten-Moschee.

Es hat großen Spaß gemacht, ihm bei der Zubereitung zuzusehen, herauszufinden, was er dafür haben wollte und sie mit großem Genuss und mit Fett triefenden Fingern zu verzehren.



Mein erster Versuch mit einem Selfi!!!! 

Sabines Kommentar: " Ein Selfi macht man immer von oben, damit man das Doppelkinn nicht sieht."

Außerdem behauptet Sabine, die Chinesen würden die Lammspießchen aus in Lamm-Pipi mariniertem Katzenfleisch machen.

Auf der Rückfahrt in der überfüllten U-Bahn, habe ich mir überlegt, was ich in den noch verbleibenden 2 Woche noch sehen will. Ich werde mich auf die Museen konzentrieren.

Und zu Hause angekommen, lag Titus auf dem Sofa und schlief, eifersüchtig bewacht von Josh, seinem Kätzchen.





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