Dienstag, 8. April 2014

Bindis und Bangles – Eine Ausstellung der indischen Künstlerin Bharti Kher im Rockbundmuseum

Das U-Bahn-System in Shanghai ist idiotensicher, habe ich jedem mit Überzeugung erzählt. Und wer fährt in die falsche Richtung? Ich!! Das ist mir sehr peinlich und nur auf Überheblichkeit zurückzuführen.
Na ja, mit einiger Verspätung habe ich das Rockbundmuseum in der Nähe des Bund dann doch erreicht, ein wunderschönes schmales Jugendstielgebäude.



 Mir hat die Ausstellung, die über alle 6 Etagen ging, sehr gut gefallen. Sabine hatte mir schon vor Wochen ein Foto von einem Elefanten gemailt, von dem ich annahm, dass er aus Glas wäre. Das fand ich interessant. Jetzt stellte sich heraus, dass er ganz mit bindis, in der Form von Sperma bemalt war. Es war eine dem Tode nahe Elefantenkuh. Interessant war, dass die Bemalung von der Schädeldecke ausging, hier muss beim Elefanten das sechste chakra liegen. 

The skin speaks a language not its own - 2006



Bindis, zusammen mit Bangles sind ein zentrales Gestaltungsmittel von Bharti Kher. Hier sind einige Arbeiten von ihr.

"What Can I Tell You That You Don't Know" - 2013



"Sing to them that will listen" - 2008
Schale mit Reiskörnern

Jedes Reiskorn ist handschriftlich  mit Wörtern aus einer indischen Zeitung beschrieben


Als alte Frau über 70 musste ich wieder mal keinen Eintritt bezahlen. Außerdem bekam ich noch einen Gutschein für eine Tasse Kaffee, den ich auf der Dachterrasse bei herrlichem Wetter sehr genossen habe. Die Sicht auf Pudong war zwar nicht klar aber immerhin sah man den Pearltower. 


Unter mir konnte ich die Veränderung der Stadt verfolgen. Hier eine große Baustelle und auf der anderen Straßenseite noch die alten Shikumen -Häuser, die sicher auch schon bald verschwunden sein werden.



Nach dem Besuch des RAM bin ich den Bund hinunter gebummelt, habe mir die Gebäude endlich einmal ausgiebig angesehen, zahlreiche Fotos von anderen Leuten machen müssen und x mal Auskunft über meine Haarfarbe gegeben.

Das vormalige Generalkonsulat Großbritanniens, erbaut 1874, ist das älteste Gebäude am Bund. Das früher völlig verbaute Geländen wurde im Vorfeld der Expo 2010 neu entwickelt und dient heute als Gästehaus der Stadtverwaltung. ( laut Iwanowski's  Reiseführer)


Der Kuppelsaal des Peacehotels ist wirklich sehenswert.


Es war ein interessanter aber auch sehr ermüdender Tag.


1 Kommentar: