Dienstag, 9. Dezember 2014

姚冬青


Alleine zu Hause, nur die Ayi rumort im Haus, habe ich doch angefangen Tagebuch zu schreiben, damit ich nicht alles vergesse. Um 11 Uhr, die Sonne schien, die Luft schien klar, habe ich mir das Fahrrad geschnappt und bin ein bisschen in der Gegend herum gefahren. Zuerst habe ich einen Bummel durch die neue Mall gemacht, die immer noch fast leer steht und schon erste Spuren des Verfalls zeigt. Wie will man auch ein so aufwendig angelegtes Projekt in Schuss halten?  Gegen den Dreck kommt man einfach nicht an. Man fasst irgendetwas an und die Hände sind schwarz. Ich fand alles ein bisschen frustrierend. Fast jedes zweite Geschäft steht leer und in den anderen Geschäften gibt es auch nichts zu kaufen, was mich interessieren würde. Doch, ich habe ein ganz tolles Bild in einem Blumenladen gesehen. Es war eine Stadtlandschaft, aber keine Moderne sondern eher wie aus einem der alten Wasserstädtchen, nicht abstrakt, nicht realistisch, einfach toll. Ein bisschen wie die Bilder von Wu Guanzhong, die ich im vorigen Jahr im China Art Museum gesehen habe. 


Ich muss es wenigstens fotografieren.

Hier ist es.


Die Verkäuferin im Blumenladen hat mir den Namen des Künstlers aufgeschrieben, 姚冬青, und Sabine hat mit Hilfe ihrer Kolleginnen versucht, etwas über ihn herauszufinden. Das Bild  aus dem Internet ist auch schön, aber ansonsten war die Aktion nicht sehr hilfreich. Was soll ich machen????
  


Als ich nach Hause kam war die Ayi weg und ich konnte Silber putzen. Das hatte ich versprochen.
Es ist schon ein bisschen komisch, so ganz allein  im Haus zu sein. Gegen 16:30 tauchte Titus auf, sagte hallo und verschwand hinter seinem Computer und erst nach 17:00 Uhr, es war schon wieder dunkel, kam Sabine nach Hause.









































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