Samstag, 23. Mai 2015

China Cycle Tours

Eine Radtour mit der gesamten Familie, was kann man sich Schöneres wünschen. 
Pünktlich um 18:00 wurden wir am Garden-Hotel von Jen abgeholt und zu einem Lilong in der Nähe geführt, wo „China Cycle Tours“ seinen Stützpunkt hat. 

Die Beleuchtung musste noch am Hinterrad anmontiert werden, denn die Tour sollte erst gegen 21:00 Uhr enden.
War es überhaupt möglich, in einer so großen Gruppe durch den Abendverkehr zu radeln? Aber es war halb so schlimm, denn die Tour war gut vorbereitet und es gab überraschend viele Fahrspuren für Fahrräder. Natürlich wurden sie auch von den lautlosen Motorrollern benutzt, wie bei uns von parkenden Autos blockiert, aber es ging. Da es langsam dunkel wurde, kann ich nicht genau sagen wie wir gefahren sind. 


Auf jeden Fall gab es einige Highlights. Jen zeigte uns einen der ältesten Lilongs der Stadt.




Als die Lilongs in den 20iger Jahren gebaut wurden, wohnten hier 70 Familien, heute sind es 400. In jedem Haus wohnte eine Familie, heute teilen sich acht Familien ein Haus. Früher hatte eine chinesische Familie allerdings auch viele Kinder, erst durch die Ein-Kind Politik Chinas hat sich die Situation verändert. Da Jen die Bewohner kannte, durften wir in eines der Häuser hineingehen. Wir standen direkt in die Küche, in der Kochstellen für 4 Familien eingerichtet waren.
Langsam wurde es dunkel und in den kleinen Parks oder an breiten Straßen sahen wir vorwiegend Frauen bei ihrer allabendlichen tänzerischen Gymnastik nach Musik. Wir wurden aufgefordert mitzutanzen, aber wir lehnten ab.
Wir fuhren weiter zum Dongtai Road Antikmarkt. Hier stehen nur noch wenige Häuser. Auch der Antikmarkt muss einem Neubaugebiet weichen. An die noch vorhandenen Verkaufsstände hat man mit roter Farbe ein Zeichen gemalt, das besagt, dass auch sie in Kürze abgerissen werden.


Dongtai Road Antikmarkt, am nächsten Tag fotografiert.

 Und dann kamen wir in die „Old City“. Sie gibt es noch!!!
Die Sträßchen waren zuerst sehr eng, dunkel und verwinkelt, so dass ich ziemlich jonglieren musste. Und dann öffneten sich die Gassen ein bisschen für den Straßenmarkt. Die Händler hatten ihre Ware dicht an dicht auf Ständen, aber auch auf der Straße selber ausgebreitet und wir mussten uns hindurch schlängeln. Es war sehr romantisch und ich hätte gerne einmal angehalten.
Der Bund bei Nacht ist immer wieder schön. Hier haben wir etwas länger Station gemacht.




Als wir gegen 21:00 Uhr wieder am Ausgangspunkt ankamen, waren wir alle ziemlich erschöpft und froh, dass uns noch Zeit für ein leckeres Abendessen blieb, bevor unser Fahrer kam und uns wieder nach Hause brachte.




Elevated Roads bei Nacht


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen