Donnerstag, 14. Mai 2015

Das Törchen zu einer vergangenen Welt




Heute wurde es Zeit zu erkunden, ob sich in den Neubaugebieten an der Jinguang Road, etwas verändert hat.
Kingdom Park ist von einer hohen Mauer umgeben, so dass man fast nichts mehr von der Anlage sehen kann. Kann man inzwischen hineingehen? 
Am gut gesicherten Tor wurde ich von jungen Männern in Uniform sofort abgewiesen: Die Anlage wird erst im Oktober eröffnet und bis dahin: „Topsecret“.



Ein Foto durchs Tor zeigt, dass ein wirklich schöner Park entsteht und die Aussicht auf die chinesischen Häuser durch hohe Hecken nicht mehr möglich ist.




Auch an der „Pont Neuf“, dem Zugang zum Neubaugebiet gegenüber, saß ein Wachmann: Fotos unmöglich. Inzwischen hat man auch dieses Gelände mit einem imposanten Eingangstor gleich hinter der Brücke und einer riesigen Mauer zur Jinguang Road hin, gesichert. Ein Ausblick auf das Gelände, an einem hübschen Sitzplatz am Kanal, war möglich. 


Möchte man in diesem pompösen Neubaugebiet wirklich wohnen? Im Augenblick sieht es nicht so aus und "Rancho Santa Fe" ist dagegen wirklich eine Oase. Natürlich fehlt ein so hochherrschaftliches Clubhaus!!!!


Nach einem halben Jahr

Mein zweiter Besuch galt „Sublime Senior Living“. 


Hinter dem imposanten Empfangsgebäude entstehen riesige Wohnblocks, noch verhüllt mit grünen Planen, nicht sehr einladend. 




Und die Schautafel, die zeigen soll, wie es später mal aussehen wird, ist einfach Fake. Wo sind das Empfangsgebäude, wo der Fluss, an dem „Sublime Senior Living“ zu liegen scheint? Den Fluss gibt es dort einfach nicht und den wird es auch nicht geben. Oder doch? In China ist alles möglich.

26.05. - 

Und dann wollte ich sehen, ob die Straße vielleicht inzwischen verlängert worden ist. Nein war sie nicht, sie endet wie in den letzten Jahren an einer hohen Mauer über die hinweg man eine elevated road sehen kann. 
Aber was war das? In der Mauer war ein Törchen. Es war offen und ich ging hinein und befand mich plötzlich in einer vergangenen Welt.






 Es war wie eine Erinnerung an meine Kindheit, an unser Gärtchen in der „Bende“ – klitzekleine Gemüsegärtchen, liebevoll gepflegt. Jedes Gärtchen mit Gemüsesorten aller Art, mit Zäunen aus Zweigen oder Wurzeln umgeben. Eine kleine Treppe führt zum Kanal hinunter, so dass man sofort Wasser zum Gießen zur Verfügung hat.

Wem gehören sie?
Wie lange wird es dieses Idyll noch geben?



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