Montag, 25. Mai 2015

Stadtbummel


Heute sind wir mit den Fahrrädern zur Endhaltestelle der Metro Linie 2 gefahren. Herrlich, kein Fahrer, kein Shutttlebus, völlige Unabhängigkeit.
Unser Spaziergang begann am People’s Square , erstes Ziel K11, denn nur im K11 waren heute die Ausstellungen geöffnet.
K11 is a 61-floor skyscraper and shopping mall, completed in 2002, located near Huaihai Park in the former Luwan District of Shanghai. It overlooks the People's Square across the Yan'an Elevated Road.
Im Untergeschoss wurde die Ausstellung „Cinematheque“ gezeigt.
In „City Weekend“ steht dazu: „This joint exhibition features video, installation and photography by two of China’s hottest artists, Chen Wei and Chang Ran. A nod to the New Wave cinema movement in 1950s Paris, the title of the exhibition explores how young Chinese artists are using film as a means of expression."
Uns haben die beiden Ausstellungen gut gefallen. Hier ein paar Bilder.


Chang Ran - Videoinstallation

Cheng Ran - Chewing Gum Paper
Some silver paper balls scatter on a drum surface. They are jumping and moving with the fragmented "I Have A Dream", the lecture record of Martin Luther King. They seem like forming a strange and lonely galaxy. 





 
Von hier aus war es nicht mehr weit bis zum Xin Tiandi, dem alten, restaurierten Shikumen- Viertel, das wir von unseren vorigen Besuchen kannten. Doch es ist immer wieder schön, hindurch zu schlendern. Hier findet im Augenblick das „highlight“ der Shanghaier Ausstellungsszene statt, ein „Muss“ für jeden Touristen, oder? Wir sind auf dem Weg  zur „Old City“ nur vorbei gegangen. Aber damit man sich eine Vorstellung davon machen kann, was hier passiert, hier diese Bilder:





Wir wollten bei Tageslicht so ungefähr den Weg zu Fuß zurück legen, den wir auf unserer Cycle Tour mit dem Fahrrad gemacht hatten. Und jetzt konnten wir sehen, wie sehr sich die Stadt verändert.
Interessant ist dieser Artikel, den wir abends in der Shanghai Daily lesen konnten.




Ich fand den Gang durch das Abbruchviertel aufregend, bedrückend und sehr interessant. Es ist so schwer, sich als Tourist eine profunde Meinung dazu zu bilden. Nun darüber habe ich schon mehrmals geschrieben.




Blick in ein Abbruchgebiet.
Und in der Ferne den Shanghai Tower.
In den  engen Gässchen der Shikumen waren die Türen schon zugemauert.
Hier entsteht auf dem Gelände eines Shikumen eine moderne Wohnsiedlung. Wer sich wohl diese Wohnungen  leisten kann?
Nach einer leckeren Nudelsuppe in einer der Garküchen des Viertels, machten wir uns auf den Weg zum Dajing-Turm und zum Tempel der Weißen Wolke. Für mich war es das erste Mal.  



Gerne hätte ich dieses Bild gekauft. Es gefiel mir so gut.
Langsam wurde es dunkel und wir beschlossen, am Bund entlang zur Nanjing East Road zu schlendern und den Blick auf Pudong bei Sonnenuntergang zu genießen.


Die Pyramide rechts neben dem Shanghai Tower hatten wir noch nie gesehen.

Nach wenigen Schritten sahen wir, dass es der Korkenzieher war.
Die Nanjing-East Road, in der Nähe vom Poeple‘s Square, ist eine breite Fußgängerzone. Es herrschte ein reges Leben.
Mir gefällt Shanghai jedes Mal ein bisschen besser. Gegen 21:00 Uhr waren wir wieder zurück in unserer Oase.

Beim Blick in die Zeitung entdeckten wir diesen Artikel:




Beim Abendbrot wurde dann diskutiert, ob meine aufflammende Begeisterung für Shanghai berechtigt ist. Kann man Shanghai mit Städten wie München, Rom oder gar Florenz vergleichen oder vielleicht sogar Amsterdam?? Ich wurde ganz still und fühlte mich ein bisschen missverstanden.

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