Sonntag, 20. Dezember 2015

20.12. 15 - Hinflug - erster Tag in Beijing

Pünktlich brachte uns der Shuttle-Bus zum Flughafen. Gut, dass es ein Inlandsflug war und wir vom Flughafen Hongqiao aus abfliegen konnten Da wir uns geeinigt hatten nur Handgepäck mitzunehmen, ging alles sehr schnell, sowohl beim Check-In als auch bei unserer Ankunft in Beijing. Von hier aus ging es mit dem Airport-Express in die Stadt, nicht wie in Pudong durch ein Meer von Industriebauten und Hochhaussiedlungen, sondern durch eine sehr ländliche Gegend. Das war überraschend. An der Endstation stiegen wir in die Ringbahn Nummer 2 um und nach nur drei Stationen stiegen wir aus und folgten der Wegbeschreibung, die uns das Hotel geschickt hatte. Eine solche Wegbeschreibung habe ich noch nie bekommen, sie war so persönlich abgefasst, als wäre man bei Freunden eingeladen. Nike und Titus fanden so eine Wegbeschreibung zwar sehr altmodisch, zogen also das Handy aus der Hosentasche und führten uns zielsicher durch die schmalen Gassen zum „Orchid“. 

Logo
Wenn das Hotel nicht als ein „Courtyard-Hotel“ beschrieben worden wäre, wir also wussten, dass es mitten in dem Gewirr der Hutongs liegen musste, wären wir nie und nimmer in dieses Gebiet hinein gegangen. Habe ich nicht immer von Slums geredet. Vielleicht sollte ich meine Vorurteile einmal überprüfen.
Der Weg kam mir ziemlich lang vor, aber schön war es, als plötzlich der mächtige „Bell-Tower“ zur Rechten auftauchte. Doch dazu später mehr.
Das Logo vom Orchid zeigte uns, dass wir angekommen waren.

Am Ende der Gasse liegt das "Orchid".

Und dann waren wir angekommen und waren vom ersten Augenblick an begeistert. Das „Orchid“ übertraf unsere Erwartungen. Nie hätten wir hier ein solches Hotel vermutet.


Courtyard

Blick in den Innenhof
Dieses Foto hat Alex gemacht. Auch ein sehr schöner Blick in die courtyards.

Blick von der Dachterrasse  über die Dächer



Blick über die Dächer bis zum Belltower
 Die Begrüßung war sehr persönlich und da das Hotel nicht ausgebucht war, hatte man uns upgegradet. So ein Zimmer habe ich noch nie gehabt.



Bad

Schild über der Toilette
Eingang zum Bereich von Sabine und Alex

Sabine und Alex in ihrem Zimmer.



Nach kurzer Pause, es wurde inzwischen dunkel, machten wir uns auf den Weg zur Nunluoguxiang, einem Hutong, der in der exzellenten Karte, die jedem von uns im Hotel überreicht worden war, so beschrieben wurde: „Previously a Hutong with two or three cafes, now a sea of heads. Still a central artery for many other great finds.“ 












Sabine und ich haben lange überlegt, ob man es mit dem Tianzifang in Shanghai vergleichen könnte, aber unser Urteil fiel zu Gunsten dieses Hutongs aus. Er wirkte authentischer. Auf jeden Fall haben wir den Bummel sehr genossen und waren fest entschlossen, noch einmal wieder zu kommen. Es waren ja nur 10 Minuten Fußweg.
Langsam wurden wir müde, wir hatten das Gefühl, das es schon viel später sein müsste. Wir machten uns auf die Suche nach einem Restaurant. Das war schwierig, die meisten Hutongs waren nur spärlich beleuchtet, der Smog ließ alles sehr geheimnisvoll erscheinen und die Restaurants, die empfohlen wurden, waren alle besetzt. Im Endeffekt landeten wir wieder im Orchid, wo wir alle verfügbaren Gericht bestellten. Es war ein köstliches Abendessen mit tausend Kleinigkeiten.


Das Orchid bei Nacht, , hier aus dem Prospekt.




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