Samstag, 30. April 2016

30.04.16 – Olafur Eliasson im Long Museum und Abend im Lost Heaven


Die Familie hatte extra auf mich gewartet, um sich die Ausstellung „ Nothingness is not nothing at all“ von Olafur  Ellisson im Long Museum anzusehen. Es war ein großartiges Erlebnis, eine der Ausstellungen, die man nicht vergisst.
Hier einige Bilder:



Drei Fotos zu seiner spannenden Arbeit "The open Pyramid" 2016



"All your views" 2015

"Beauty" 1993


"Happiness" 2011


"Seeing plants" 2013
Eliasson mit "Little Sun" einer im Museum erhältlichen Solarlampe, die er 2012 für Gegenden entwickelt hat, in denen es keinen Strom gibt.

Blick aus dem Fenster des Long Museums auf die Stadt.




Der Abend klang aus im „Lost Heaven“, mit einem Cocktail auf der Dachterrasse und einem vorzüglich Essen. Das Lost Heaven ist für seine „Yunnan Folk Cuisine“ berühmt.
Auf der Dachterrasse des "Lost Heaven"



Im Restaurant

Freitag, 29. April 2016

29.04.16 – Lama-Tempel und Flug nach Shanghai


Noch jetzt, ich warte inzwischen auf meinen Flug nach Shanghai, brennen mir die Augen
Ich habe  den Morgen dazu genutzt, um  mir noch Bejings bedeutendsten buddhistischen Tempel, das Lamakloster, anzusehen.
Der Weg führte mich durch Hutongs, die ich noch nicht kannte und in denen die Bautätigkeit gewaltig war. Bald kam ich auch in die Gebiete um den Konfuzius Tempel, in denen die alten Hofhäuser restauriert und zu horrenden Preisen an „Reiche“ verkauft werden. Meijun hatte von 500 Millionen Yuan gesprochen. Hochherrschaftlich werden diese „alten“ Hofhäuser, aber natürlich sah man nur die schönen hohen Mauern mit ihren hochherrschaftlichen Eingangstoren und  imposanten Garageneinfahrten.
Ein Hofhaus wird restauriert.

Restaurierter Eingang zu einem Hofhaus

Schutzmauer in einem restaurierten Hofhaus, die die Geister abhalten soll.

Aus einem Hofhaus ist  eine attraktive kleine Einkaufsstraße geworden.


Ein Neubau am Ende eines alten Hutongs.

 Und dann war ich am Lamakloster. Man musste gar nicht wissen wo es genau war, die Geschäfte in der Umgebung sagten alles. Toll fand ich einen kleinen Laden, in dem drei  junge Männer dabei waren, ein wunderschönes Buddha-Bild mit minuziösen Einzelheiten zu malen. Es hätte mich interessiert, wie viele Wochen sie dazu brauchten.



Das Lamakloster war imposant, wenn nur nicht die Weihrauchschwaden gewesen wären. Ich konnte kaum etwas sehen, so brannten mir die Augen und es nahm mir die Luft.


Eingangstor zum Lama Kloster

Eine Allee führt zu den Tempeln.

Weihrauchschwaden überall

Der größte Buddha der Welt.

Und da ich noch Zeit hatte, ich hatte mir im Orchid ein Taxi zum Flughafen bestellt, ging ich auf dem Rückweg auch noch in den Konfuzius Tempel - kein Weihrauch, wenige Menschen und herrliche Ruhe. Besonders interessant war der Stelengang. 


Eingangstor zum Konfuzius Tempel


Stelengang mit einer Statue von Konfuzius



Die Qianlong Stein Stelen beziehen sich auf die Stelen, die vom Kaiser Qianlong zu Ehren von Konfuzius  mit dreizehn seiner klassischen Sprüchen (Büchern)  beschrieben worden sind. 
Zum Konfuzius Tempel gehört auch eine sehr renommierte Schule.
Man sollte mehr über die Lehre Konfuzius wissen.

In der letzten Nacht habe ich schlecht geschlafen, da ich Bedenken hatte, ob die Fluggesellschaft das Bild für Alex, dass er zu seinem 50. Geburtstag nachträglich bekommen sollte, akzeptieren würde. Kein Problem, ich musste noch nicht einmal dafür bezahlen, da mein Gepäck die zugelassenen 20 Kg nicht überschritt.  Jetzt freue ich mich auf Shanghai,

Und dann wurde es Zeit zum Gate zu gehen, doch der Flug war verspätet. Wir wartetet eine Stunde, bis das Flugzeug überhaupt in Beijing eintraf, Turbulenzen seien der Grund gewesen,  hieß es. Wir warteten eine weitere Stunden bis wir einchecken konnten, wir warteten zwei weitere Stunden im Flugzeug, bis wir aufs Rollfeld rollen konnten und dann teilte uns der Flugkapitän zu allem Überfluss auch noch mit, dass er jetzt erst noch einmal auftanken müsse, der Treibstoff würde nicht mehr bis Shanghai reichen. Mit fünf Stunde Verspätung kamen wir gegen Mitternacht in Shanghai an, wo ein völlig übermüdeter Alex auf mich wartete.


Donnerstag, 28. April 2016

28.04. 16 – Ein Tag im kaiserlichen Sommerpalast


„Den kaiserlichen Sommerpalast im Nordwesten der Hauptstadt muss jeder Besucher Beijings gesehen haben“. Also machte ich mich auf den Weg. Die Sonne schien schon beim Frühstück so stark, dass ich mir einen Platz im Schatten auf der Dachterrasse suchte. Ein herrlicher, sonniger Tag begann.

Nach einer halben Stunde mit den S-Bahn Linien 2 und 4 war ich in Xiyuan und von hier aus musste ich nur den Menschen folgen. Es war nicht weit bis zum östlichen Palasttor. Ich löste eine Eintrittskarte und mietete einen Automatic Guide. Das war praktisch. Er sprang an, wenn man vor dem entsprechenden Gebäude stand, hatte aber den Nachteil, dass man nichts zweimal hören konnte. Aber bei den Menschenmengen, die durch das Gelände geschleust werden müssen, ist das ein guter Trick. 
„Der Sommerpalast ist ein Wunderwerk des Landschaftsbaus, eine Mischung aus eindrucksvollen Tempeln, Gärten, Seen, Brücken Pavillons und Wandelhallen“ 
Das stimmt.  Es ist unmöglich, über alles zu berichten, also hier nur ein paar besonders schöne Eindrücke. Der Sommerpalast am Kunming-See ist wirklich ein Traum. 


Tor am Kunming See, Eingang zum Sommerpalast

"Langer Korridor" , ein 728 m langer Wandelgang.
 
"Farbige Malereien - Darstellungen berühmter Landschaften, Szenen aus Volkserzählungen, Blumen und Vogelmotive - schmücken ihn aus. Der Qianlong-Kaiser ließ den Gang für seien Mutter errichten. sie sollte auch bei Regenwetter die Landschaft am Kunming-See genießen können." 

Eine Sängerin begeisterte die Besucher mit alten chinesischen Liedern. 

Einer der vier Pavillons des Wandelgangs, die jeweils einer Jahreszeit gewidmet sind.
Deckengemälde




"Pavillon des Wohlgeruchs Buddhas"  auf dem "Hügel des Langen Lebens".


Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über viele Tempel und über den Kunming-See.
Mit so einem Drachenboot bin ich zur Insel im Südsee gefahren.

Beeindruckend ist die 150 m lange 17-Bogen-Brücke aus weißem Marmor, die die Insel mit dem Ufer verbindet. Ihr Geländer schmücken insgesamt 500 kleine Löwen, die sich alle in Haltung und Ausdruck unterscheiden.




Und schön ist es, dass man abends bei Mr. Shi geruhsam zu Abend essen kann.

Mittwoch, 27. April 2016

27.04.16 – National Museum of China, Jingshan Park und Dali-Courtyard

Das war wirklich ein schöner Tag mit Meijun, meiner Austauschstudentin 2015. 
Nach dem Frühstück auf der Terrasse des Orchid bin ich mit dem Bus Nr. 5 zum Tian‘anmen Platz gefahren, alles schon einmal gemacht. Ich kannte die Haltestelle, wusste den Preis, 2 Yuan, die in die Box geworfen werden mussten und wusste auch, wo ich auszusteigen hatte. Womit ich nicht gerechnet hatte waren die Mengen an Reisegruppen. Besuchergruppen über Besuchergruppen, alles gut von den jeweiligen Führern mit Fähnchen, Hütchen oder Mikrophon organisiert. Dagegen waren die Menschenmengen am Vortag gar nichts gewesen.  Meijun sage mir dann später, dass zum 1. Mai viele Reisen nach Peking angeboten würden.
Ich musste mich beeilen, denn die Busfahrt hatte wegen des dichten Verkehrs länger gedauert, als ich angenommen hatte. Und dann stand ich zwischen den beiden riesigen Toren des Quianmen, die ich noch nie gesehen hatte und musste noch durch zwei Fußgängertunnel samt Absperrungen, Gepäckkontrollen und Gepäckdurchleuchtung um zum  Tian’anmen Platz zu gelangen, an dem das National Museum liegt. Die Zeit verging und zu allem Überfluss war auch noch der Platz vor dem Museum gesperrt, wo ich mich um 11 Uhr mit Meijun verabredet hatte. Irgendeine wichtige Personengruppe musste in ihren Staatskarossen  den Vorplatz noch überqueren. Es war 11:20 Uhr als ich mich in die lange Schlange einreihte, die sich zum Museum hinaufwand. Doch man merkt immer wieder, dass die Chinesen Erfahrung mit dem Schlange stehen haben. Alles war wohlorganisiert und schon bald stand ich vor dem Museum. Nur Meijun war nicht da.  Kurz darauf winkte sie mir aus einer zweiten Schlange entgegen. Sie hatte zwei Stunden von der CUPL (China University of Political Science and Law), der Universität, an der sie studiert, bis hierher gebraucht. Kurze Schlange am Ticketschalter, lange Schlange vor dem Eingang, kurze Schlange vor der Taschen-Durchleuchtung, kurze Schlange vor dem Körpercheck und schon waren wir drinnen. 
Das National Museum of China ist ein modernes, sehr weitläufiges Museum. Da es keinen Plan gab, mit dessen Hilfe man sich hätte orientieren können und darüber hinaus alle Beschriftungen nur in Chinesisch waren, war es schwer sich zurecht zu finden. Wir haben uns treiben lassen
Hier nur einige Dinge, die uns gut gefallen haben. 
Ein ganzer Saal war alter Kunst gewidmet, die man auf sehr interessante Weise bearbeitet hatte
 (Foto, Abdruck, Vergrößerung) 
Wir waren begeistert. 

Dreiköpfige Göttin

Gänselampe mit Gans

Meijun, vor "Heroen der Zeit"

´Meijun im Museumscafé


Es war es schön, wieder einmal etwas mit Meijun zu unternehmen.
Nach dem Museumsbesuch marschierten wir, der Weg war lang, um die Verbotene Stadt herum, zum Jinshan Park, weil wir die Aussicht auf  die Verbotene Stadt genießen wollten. Als wir den Tian'anmen Platz überquerten, fiel mir ein Denkmal mit einem Porträt von Sun Yat-sen  auf, das genau auf der Achse Himmlisches Tor und Mao Mausoleum stand. Hatte es im Dezember auch schon dort gestanden?   Lange haben wir darüber nachgedacht, warum es dem Porträt Maos genau gegenüber hängt und in exakt der gleichen Art gemalt ist.



Sun Yat-sen wird als Gründer des modernen China verehrt – sowohl in der auf taiwanischem Boden fortbestehenden Republik auf Taiwan als auch in der Volksrepublik China. 
Dann gingen wir weiter, stiegen den Hügel im Jinshang Park hinauf, genossen die Aussicht und bewunderten den "Kaiser", der wirklich authentisch aussah. Das war schön.




Und bevor wir uns wieder trennten, in der Hoffnung uns im Winter wiederzusehen, Meijun hat sich für ein Stipendium in Wien beworben, aßen wir im Dali Courtyard, ganz in der Nähe des Orchid, sehr lecker Yunnan Food.




Und zum Schluss noch schnell ein Selfi