Mittwoch, 27. April 2016

27.04.16 – National Museum of China, Jingshan Park und Dali-Courtyard

Das war wirklich ein schöner Tag mit Meijun, meiner Austauschstudentin 2015. 
Nach dem Frühstück auf der Terrasse des Orchid bin ich mit dem Bus Nr. 5 zum Tian‘anmen Platz gefahren, alles schon einmal gemacht. Ich kannte die Haltestelle, wusste den Preis, 2 Yuan, die in die Box geworfen werden mussten und wusste auch, wo ich auszusteigen hatte. Womit ich nicht gerechnet hatte waren die Mengen an Reisegruppen. Besuchergruppen über Besuchergruppen, alles gut von den jeweiligen Führern mit Fähnchen, Hütchen oder Mikrophon organisiert. Dagegen waren die Menschenmengen am Vortag gar nichts gewesen.  Meijun sage mir dann später, dass zum 1. Mai viele Reisen nach Peking angeboten würden.
Ich musste mich beeilen, denn die Busfahrt hatte wegen des dichten Verkehrs länger gedauert, als ich angenommen hatte. Und dann stand ich zwischen den beiden riesigen Toren des Quianmen, die ich noch nie gesehen hatte und musste noch durch zwei Fußgängertunnel samt Absperrungen, Gepäckkontrollen und Gepäckdurchleuchtung um zum  Tian’anmen Platz zu gelangen, an dem das National Museum liegt. Die Zeit verging und zu allem Überfluss war auch noch der Platz vor dem Museum gesperrt, wo ich mich um 11 Uhr mit Meijun verabredet hatte. Irgendeine wichtige Personengruppe musste in ihren Staatskarossen  den Vorplatz noch überqueren. Es war 11:20 Uhr als ich mich in die lange Schlange einreihte, die sich zum Museum hinaufwand. Doch man merkt immer wieder, dass die Chinesen Erfahrung mit dem Schlange stehen haben. Alles war wohlorganisiert und schon bald stand ich vor dem Museum. Nur Meijun war nicht da.  Kurz darauf winkte sie mir aus einer zweiten Schlange entgegen. Sie hatte zwei Stunden von der CUPL (China University of Political Science and Law), der Universität, an der sie studiert, bis hierher gebraucht. Kurze Schlange am Ticketschalter, lange Schlange vor dem Eingang, kurze Schlange vor der Taschen-Durchleuchtung, kurze Schlange vor dem Körpercheck und schon waren wir drinnen. 
Das National Museum of China ist ein modernes, sehr weitläufiges Museum. Da es keinen Plan gab, mit dessen Hilfe man sich hätte orientieren können und darüber hinaus alle Beschriftungen nur in Chinesisch waren, war es schwer sich zurecht zu finden. Wir haben uns treiben lassen
Hier nur einige Dinge, die uns gut gefallen haben. 
Ein ganzer Saal war alter Kunst gewidmet, die man auf sehr interessante Weise bearbeitet hatte
 (Foto, Abdruck, Vergrößerung) 
Wir waren begeistert. 

Dreiköpfige Göttin

Gänselampe mit Gans

Meijun, vor "Heroen der Zeit"

´Meijun im Museumscafé


Es war es schön, wieder einmal etwas mit Meijun zu unternehmen.
Nach dem Museumsbesuch marschierten wir, der Weg war lang, um die Verbotene Stadt herum, zum Jinshan Park, weil wir die Aussicht auf  die Verbotene Stadt genießen wollten. Als wir den Tian'anmen Platz überquerten, fiel mir ein Denkmal mit einem Porträt von Sun Yat-sen  auf, das genau auf der Achse Himmlisches Tor und Mao Mausoleum stand. Hatte es im Dezember auch schon dort gestanden?   Lange haben wir darüber nachgedacht, warum es dem Porträt Maos genau gegenüber hängt und in exakt der gleichen Art gemalt ist.



Sun Yat-sen wird als Gründer des modernen China verehrt – sowohl in der auf taiwanischem Boden fortbestehenden Republik auf Taiwan als auch in der Volksrepublik China. 
Dann gingen wir weiter, stiegen den Hügel im Jinshang Park hinauf, genossen die Aussicht und bewunderten den "Kaiser", der wirklich authentisch aussah. Das war schön.




Und bevor wir uns wieder trennten, in der Hoffnung uns im Winter wiederzusehen, Meijun hat sich für ein Stipendium in Wien beworben, aßen wir im Dali Courtyard, ganz in der Nähe des Orchid, sehr lecker Yunnan Food.




Und zum Schluss noch schnell ein Selfi

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen