Dienstag, 26. April 2016

26.04.16. - 7. Reise nach China - Ankunft in Beijing

Jetzt bin ich also wieder in Peking, kaum zu glauben!!!
Vor der Reise hatte ich schon ein mulmiges Gefühl,  immerhin war es das erste Mal, dass ich ganz alleine nach Peking gefahren bin, ohne Sabine, die vor Weihnachten alle Entscheidungen für mich getroffen hatte.
 Aber alles hat gut geklappt. Wichtig war nur, dass ich genügend chinesisches Kleingeld hatte, so konnte ich den Airport Express und das Ticket für die Linie 2 problemlos bezahlen. Überfüllt, wie befürchtet, war die Bahn trotz Rushhour auch nicht. Und wieder ein Lob auf die chinesischen Verkehrsbetriebe. Sie sind wirklich idiotensicher. Am Automaten erfährt man genau, wie viel man für die angegebene Strecke bezahlen muss und in der Bahn leuchtet im Display jeweils die Station auf, die gerade angefahren wird. Außerdem werden die Stationen sowohl in Chinesisch als auch in Englisch angesagt und das hilfreiche Personal an den Stationen kann manchmal sogar den Stadtplan lesen. Ich gebe zu, der kleine Stadtplan vom "Orchid", den ich noch vom letzten Mal hatte, war sehr hilfreich. 
Im Hotel wurde ich wie eine alte Bekannte empfangen.  Da das Zimmer um 9 Uhr natürlich noch nicht frei war, habe ich mich nach einer Tasse Kaffee auf den Weg zum Bell Tower und zum Drum Tower gemacht, den beiden alten Bekannten.





Auf dem Platz vor dem Bell Tower wurde Mayong gespielt.
 Die Treppe im  Bell Tower war atemberaubend steil. Wer täglich diese Treppe, Treppenstufen ca. 30 cm hoch,  hinaufsteigen musste, der hatte mit der chinesischen Mauer sicher auch keine Probleme.


 Beim Drum Tower kam ich gerade rechtzeitig zu einer Performance, das war sehr beeindruckend.

Von hier oben konnte man die Verbotene Stadt erahnen, hatte einen herrlichen Blick über die Hutongs und sah die tausenden von Baustellen.  
Am Ende der D'anmennei Dajie sah man schon den Jin Shan Park,  hinter dem die Verbotene Stadt liegt

Blick auf die Hutongs, in den das "Orchid" liegt.
Es stimmt wirklich: Die alten Hutongs werden nach und nach abgerissen aber scheinbar doch nicht durch Hochhäuser  sondern durch Repliken ersetzt. Die neuen Häuser sind zwar schön aber man hat das Gefühl, dass da, wo nicht nur die Fassaden erneuert werden sondern ganze Straßenzüge, auch das ursprüngliche Leben verschwindet. Die Leute, die jetzt dort einziehen werden, können diese Häuser nicht mehr bezahlen. Es werden Touristenattraktionen mit Souvenir - Geschäften.
Ja, und es war unerwartet warm in Peking, so um die 25°,  und rund um den Houhai-See, den ich eigentlich heute umrunden wollte, drängten sich Touristenströme. Nichts war mehr von der winterlich Stimmung, die ich im Dezember so sehr genossen hatte, übrig geblieben. Dort, wo ich die Schlittschuhläufer in der Ferne hatte erahnen können, zogen tatsächlich Schwimmer ihre Bahnen.



 In den Anlagen am See wurde mit Hingabe Mayong und Karten gespielt, die Spielplätze wurden von alt und jung stark frequentiert, die Angler guckten mit stoischer Ruhe ins Wasser und die Rikscha-Fahrer buhlen um Kunden. Die Pekinger genossen das herrliche Wetter und die Handykameras waren in ständigem Einsatz. Trotzdem war es schön, dem fröhlichen Treiben zuzusehen und ein bisschen mehr von diesem Teil der Stadt kennenzulernen.
Ich habe einen Blick in den Tempel Guanghua geworfen in dessen Innenhof die Wäsche an der Leine baumelte
  
und  habe die ehemalige Residenz von Song Qingliang besucht.

Song Quingliang war die zweite Frau von Sun Yat-sen,  einem der Gründer der Republik Chnas.  Sie war eine der Soong-Schwestern, die eine wichtige Rolle in der Politik vor 1949 spielten. Sie wurde als die "Mutter des Modernen Chinas" bekannt. 


Gegen 18 Uhr bin ich dann todmüde zu Mr. Shings Dumplings gegangen und habe mit großem Genuss ein Portion „Spicy beans“ mit dumplings gegessen.

"Mr.  Shi's Dumplings"
Auf der anderen Straßenseite sieht man den Eingang zum Orchid.

"Spicy beans" mit dumplings

und anschließend ein Glas Wein auf der romantisch erleuchteten Dachterrasse des Orchid getrunken. 



Das war ein schöner Abschluss meines ersten Tages in Beijing.

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