Montag, 2. Januar 2017

02.01.2017 – Zum Tee bei den Ighanis - Infos zu den Bahai

Nachdem wir am Morgen allerlei Hausarbeiten gemacht hatten und ich angefangen hatte, Tedde zu operieren, 




habe ich mich auf den Nachmittag bei den Ighanis gefreut. Die Ighanis sind die iranischen Freunde der Hartmanns, mit denen wir Silvester gefeiert haben. Heute wollte ich mehr über ihr Leben erfahren. Ich wusste nur, dass sie Flüchtlinge aus dem Iran sind, die 1979 mit dem Beginn der Islamische Revolution und der dort beginnenden Verfolgung der Bahai, nach Kanada geflohen waren.


„Kanada war das erste Land der Welt, das sich 1971 zum Multikulturalismus bekannt hat. Damit begann eine ausgesprochen offene Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik. In den 1980er Jahren gewährte Kanada mehr Einwanderern und Flüchtlingen dauerhaften Aufenthalt als jedes andere Land. Dabei gelang es in der kanadischen Öffentlichkeit einen hohen Grad an Akzeptanz für Masseneinwanderung und für ethnische Vielfalt zu schaffen.“

Warum interessiert mich das? Voriges Jahr waren wir auf unserer Städtepartnerschaftsreise nach Bethlehem auch in Haifa und haben dort den Bahai-Tempel gesehen. Ich hatte noch nie etwas über die Bahai gehört und war überwältigt von der wunderschönen Anlage am Hang des Carmel Gebirges.  Wir hatten damals keine Zeit uns den Tempel anzusehen, und so war ich elektrisiert, als Sabine mir erzählte, dass sie enge Freunde hätten, die Bahai wären. Sie wäre eine Kollegin an der SAS und ihr Sohn in Nikes Stufe.

Es war ein sehr interessanter Nachmittag. 
Hier nur ein paar Bilder und kurze Texte aus dem Internet zu diesem Thema:


          Akka, 30 km nördlich von Haifa. 
Die anhaltende Unruhe brachte die türkische Regierung dazu, die Verbannten nach ‚Akka, einer Strafkolonie im Osmanischen Palästina zu senden. ‚Akka war am Ende der Welt, letzte Station für schlimmste Mörder, Strassenräuber und Dissidenten. Als ummauerte Stadt mit verdreckten Strassen und feuchten und trostlosen Häusern hatte ‘Akka keine Frischwasser-Quelle und die üble Luft wurde im Volksmund so umschrieben, dass Vögel, die über die Stadt fliegen, eigentlich tot zu Boden fallen müssten. 



Bahá'u'lláh und Seine Familie kamen am 31. August 1868 bei der letzten Station Seines langen Verbannungsweges an. Er sollte den Rest Seines Lebens, noch 24 Jahre, in ‚Akka und Umgebung verbringen.

Der Bahai Tempel in Haifa, wie wir ihn 2015 gesehen haben.


Die Bahai Gärten (Baháʼí Garden) sind die auffälligste Sehenswürdigkeit der israelischen Hafenstadt Haifa. Sie erstrecken sich mit ihren Grünflächen und den ziegelroten Wegen über 19 Terrassen von der mittleren Stadt hinab bis an die „German Colony“ im unteren Stadtteil – ein Höhenunterschied von 250 Meter. Für den Aufbau des UNESCO Weltkulturerbes wurden fünfzehn Jahre und 250 Millionen US-Dollar benötigt, um sie dann ab 2001 für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bahai Gärten – ein Friedenssymbol


Die „Hängenden Gärten“, wie sie auch genannt werden, gelten als Friedenssymbol und Ort der Ruhe. Auf der Anlage befindet sich das administrative und geistige Weltzentrum der Bahai (Baháʼí World Centre). Auf halber Höhe erhebt sich mit seiner goldenen Kuppel der Schrein des Bab (arab. Pforte), in dem der Religionsbegründer begraben ist, dazu kommen auf dem Gelände das Haus der Gerechtigkeit, das Internationale Lehrzentrum, das Internationale Archiv sowie das Zentrum für das Studium der Heiligen Texte. Die ersten Gärten wurden unter der Leitung von Shoghi Effendi angelegt. Für Hunderte von Bahá’í-Anhängern, die aus Indien, Afrika, Süd- und Nordamerika für einige Monate nach Haifa kommen, ist es eine Ehre, die Anlage ohne Bezahlung zu pflegen und zur Schönheit des Ortes beizutragen.
Und hier am Abend, von der Stadt aus gesehen.



Von der Dachterrasse unseres Hotels in der "German Colony hatten wir einen herrlichen Blick auf den Bahai-Tempel.

Mehr zu den Bahai unter http://www.bahaullah.de/

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