Mittwoch, 4. Januar 2017

04.01.2017 – Abreise

Um 7:15 Uhr stand Xiao Yu vor der Tür, um mich zum Flughafen zu bringen. Der Verkehr war schon sehr dicht, jedes zweite Auto war ein Schulbus, denn die Ferien waren zu Ende. Viele Schüler kommen mit Bussen aus der Innenstadt zu den Privatschulen, die hier draußen liegen. Ein langer Schulweg.
Xiao Yu fuhr nicht den gewohnten Weg, wahrscheinlich fürchtete er endlose Staus. Das war schön, denn ich konnte in Ruhe meinen Gedanken nachhängen. Viele Flächen, die vor fünf Jahren noch Felder waren, sind inzwischen mit Satellitenstädten bebaut und die Grünflächen, an denen wir vorbei fuhren und in denen die Menschen noch ihre kleinen Felder bewirtschaften, werden auch  bald verschwunden sein. 4 Millionen neue Einwohner in den letzten 5 Jahren, viermal Köln, das ist schon gewaltig. 
Leider habe ich noch immer keine Wohnung in einer der Hochhäuser gesehen, aber Sabine hat versprochen, dass wir im Mai eine ihrer Kolleginnen besuchen würden, die in so einem Compound wohnt.
Ich hatte gehofft, dass ich noch einmal die Skyline Shanghais sehen könnte, wenn wir über den Huangpu führen, aber Xiao Yu fuhr durch einen der Straßentunnen und außerdem war der Smog so dicht, dass man selbst die entgegenkommenden Autos kaum sehen konnte.

Ich war rechtzeitig am Flughafen und jetzt lasse ich die 12 Stunden Flug über mich ergehen.

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