Mittwoch, 7. Juni 2017

07.06.2017 – Schwierige Entscheidungen

Was sollte ich heute machen? Einen Spaziergang durchs Französische Viertel oder einen Bummel entlang des Sozou- Flusses oder einen Ausstellungsbesuch im MOCA.
Ich konnte mich nicht entscheiden. Noch im Taxi war ich fest entschlossen, heute noch einmal ins Propaganda-Museum, zu Madame Mao`s Dowry, ins Arts & Crafts Museum und zur Chinese  Hand Printed Blue Nankreen Company im Französischen Viertel zu gehen, wo ich für Katja Stoffe kaufen sollte. Aber dann, in der Metro, schien es mir doch vernünftiger, noch den Spaziergang entlang des Suzhou-Flusses zu machen, den ich schon seit langem machen wollte. Und dann bin doch spontan am People Square ausgestiegen und ins MoCA gegangen, wo die Ausstellung „Energy Field – Transmedia Art Exhibition“ gezeigt wurde, die Katja und Jojo schon in der letzten Woche gesehen hatten.
Schon der Weg von der U-Bahn Station durch den Park zum Museum war eine Freude: Der See mit den Seerosen, die vielen gelassenen Menschen, die Männer und Frauen, die Tai Chi  machten und die Bäume als Sportgeräte benutzten und die Gruppe, die sich um den  Musikanten mit dem Zupfinstrument  scharte und leise dazu sang. Es war eine sehr friedlich Atmosphäre mitten im morgendlichen Großstadtgewühl.





Das Foto hat Jojo gemacht, als sie im MoCa waren



Die Ausstellung hat mir gut gefallen obwohl alle Videos in Chinesisch waren. Aber man bekam eine Idee von der Vielfalt der Beiträge. Die Ausstellung begann mit Beträgen von Altmeistern dieser Kunstrichtung: Beuys, KPBremer und F.E. Walter. Das war schön. Die Fotoserie von Joseph Beuys am Strand, die ich noch nie gesehen hatte,  hat mir besonders gut gefallen. 






Gefallen hat mir auch die Videoaufzeichnung „I“ Fantasie – Recontre between Debussy and Du Lin Niang.




Anschließend bin ich die Nanjing-Road zum Bund hinunter gebummelt. Inzwischen war es wieder so heiß, es waren bestimmt 33°C., dass man automatisch Schatten suchte.  


Schön, dass mein kleines Mädchen mich auf dem Weg begleitete.
Heute war die Sicht nicht mehr so gut wie an den Tagen zuvor und ich dachte, ich würde noch in ein Gewitter kommen. Aber es blieb den ganzen Nachmittag über  schwülheiß und trocken. 


Monument to the People's Heroes


Blick über die Schauwand des War Memorials auf den Pearl Tower
Nach einem kurzen Abstecher ins Bund Historical Museum unter dem Monument für die Volkshelden, das dringend einer Modernisierung bedarf, betrat ich zum ersten Mal die Garden Bridge, eigentlich eine ganz normale Stahlbrücke, würde sie nicht in der Geschichte Shanghais eine wichtige Rolle spielen.


Hochzeitsfotos werden mit Vorliebe hier gemacht.
Langsam wurde ich müde, aber ich hatte mir fest vorgenommen, wenigstens noch ins Postmuseum zu gehen, vor allen Dingen, weil man von der Dachterrasse aus so einen fantastischen Blick auf den Bund und den Suzhou Fluss haben soll. Aber heute war Mittwoch und da bleibt die Dachterrasse geschlossen. 


Shanghai Post Office

Na ja, jetzt reichte es und ich fuhr nach Hause mit Metro und Taxi. Dank Nike geht das überraschend gut.  Ich wurde sofort mitgenommen und konnte nur noch den Streit zwischen einem Taxifahrer und einem farbigen Ehepaar beobachten. Warum es ging, weiß ich nicht.

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