Freitag, 9. Juni 2017

09.06.2017 – Ein Indischer Abend

Am Vormittag kam Nike gut erholt von ihrer Abschlussfahrt nach Bali  zurück. 








Sie schlief ein bisschen um sich anschließend wieder mit ihren Freunden zu treffen. Jetzt ist jede Minute kostbar. Nur noch drei Tage Shanghai, dann trennen sich ihre Wege.

Sabine und ich waren bei Anuja und ihrer Familie zum Abendessen eingeladen. Anuja leitet das Community-Center, für das Sabine vor fünf Jahren gearbeitet hat, als sie gerade nach Shanghai gekommen war.
Anuja mit ihrer Familie

Anuja ist Inderin und sie hatte sich vorgenommen, Sabine zum Abschied ein komplettes indisches Essen zu servieren. Es war köstlich. Leider habe ich mir die Namen der vielen indischen Speisen nicht gemerkt.




Aber dann kamen wir auf die generellen Essgewohnheiten der Inder zu sprechen und das war interessant. Anuja kocht jeden Morgen für ihren Mann Lunch, den er dann mit ins Büro nimmt. Ich musste sofort an den Film „Lunchbox“ denken, den ich vor einiger Zeit mit Vergnügen gesehen habe. 



Seltsam, wie plötzlich etwas Realität wird, was man nur aus einem Film kennt  und was einem immer etwas irreal vorgekommen ist. Also, Anuja steht jeden Morgen so rechtzeitig auf, dass sie für ihren Mann ein komplettes Essen frisch kochen kann. Essen vom Vortag mitzunehmen ist undenkbar. Das fertige Essen, bestehend aus vier Gängen, wird in kleine Edelstahlgefäße gefüllt, die dann in einem Behälter verstaut werden, der heute über einen Elektroanschluss verfügt, eben die sogenannte Lunchbox. Eine Stunde  vor Beginn der Mittagspause wird die Lunchbox an die Steckdose angeschlossen, so dass das Essen rechtzeitig warm ist. Welch ein Luxus oder…?


Moderne Standard - Lunchbox mit Elektroanschluss

Luxusausgabe - Lunchbox mit integrierter Heizplatte

 Anujas Mann, Samir, führte uns verschiedene Modelle vor, die er im Laufe der Zeit angeschafft hatte. Ich war fasziniert.

Es war ein sehr interessanter Abend.

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